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Frau Schiener (Grüne) reagierte auf unsere Dokumentation mit folgender Mail:

Gesendet: Donnerstag, 19. Dezember 2013 18:26

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Betreff: Antwort: WG: Sperrung Buowaldstraße in Stuttgart Sillenbuch

Sehr geehrter Herr Vallon,

vielen Dank für Ihre email.

Die Sperrung der Buowaldstraße war jedoch am Dienstag kein Thema im technischen Ausschuss.

Die Schließung der Buowaldstraße wurde bereits im November  2012 vom Gemeinderat beschlossen.

Gründe waren der Amphibienschutz, die Beruhigung dieses Waldgebietes und Aufwertung als Naherholungsgebiet, aber auch aus verkehrsstrukturellen Erwägungen.

Maßgeblich für die heute noch bestehende Verkehrsregelung war ursprünglich die Entlastung der Kirchheimer Straße. Dieses Argument hat jedoch zwischenzeitlich mit dem Ausbau der Stadtbahn und Verbreiterung der Kirchheimer Straße und der damit verbesserten Erschließung der angrenzenden Wohngebiete keine Grundlage mehr.

Die Sperrung wurde von verschiedenen Fachämtern begrüßt

Die Teileinziehung der Buowaldstraße wird derzeit von der Verwaltung vorbereitet.

Dieser Schritt wurde nach sorgfältiger Abwägung bevorzugt.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, mit freundlichen Grüßen

Beate Schiener

Stadträtin Bündnis90/DIE GRÜNEN

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Unsere Antwort an Frau Schiener:

Gesendet: Mittwoch, 15. Januar 2014 09:36

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Betreff: AW: Antwort: WG: Sperrung Buowaldstraße in Stuttgart Sillenbuch

 

Sehr geehrte Frau Schiener,

vielen Dank für Ihre Email vom 19.12.2013.

Mit unserem Schreiben an die Mitglieder des UTA, wollten wir Sie auf die durch die Schließung der Buowaldstraße herbeigeführte, deutliche Verschlechterung der Verkehrssicherheit und angestiegenen Umweltbelastungen in unserem Stadtbezirk aufmerksam machen. Von diesen Auswirkungen sind sehr, sehr viele Menschen betroffen. Von der, wie Sie sagen, „Beruhigung des Waldgebiets“ und „Aufwertung des Naherholungsgebiets“ jedoch nur sehr, sehr wenige.

Der „Feuersalamander“ von Frau Dr. Blind in allen Ehren. Wir wissen nicht ob das Tier krank war oder tatsächlich von einem Autofahrer - dann aber außerhalb der Öffnungszeiten - überfahren wurde. Wie auch immer, er ist nicht charakteristisch für die Buowaldstraße, denn Amphibien sind nachtaktive Tiere und die kommen zu den Zeiten, an denen die Straße befahren werden darf, somit gar nicht vor. Wir finden es schon etwas peinlich, welche Wissenslücken über die Lebensweisen der angeblich zu schützenden Tiere die Schließungsdiskussion bei unseren „umweltbewegten Politikern“ zu Tage fördert. Sollte Naturschutz nicht gerade damit beginnen, dass man sich über die Tiere informiert, die man schützen möchte? Wollen sie noch weitere Tiere schützen und welche? Wir sind gerne bereit dies mit ihnen zu diskutieren. Oder geht es etwa gar nicht um Naturschutz? Denn vollkommen unverständlich ist, weshalb sie die ohnehin nur zu Hauptverkehrszeiten geöffnete Buowaldstraße ganz schließen, den vielbefahrenen Schleichweg Waldebene-Ost/Im Buchwald (im gleichen Waldgebiet) uneingeschränkt und rund um die Uhr offen lassen!

Gerade von Rot-Grün wird den Bürgern bei Wahlen gerne versprochen, sie stärker an Entscheidungen zu beteiligen. Was hält Sie eigentlich davon ab, dies nicht nur zu versprechen sondern auch zu praktizieren? Es käme ihrer Glaubwürdigkeit sehr entgegen, wenn sie die über 400 Unterschriften, die Bäcker Nuding gesammelt hat, endlich ernst nehmen würden. Diese sind nämlich ganz überwiegend von Bürgern aus Alt-Sillenbuch, also den Bürgern die wäre die Buowaldstraße ein Schleichweg, die Hauptleidtragenden wären. Aber die Leute kennen sich schon aus mit den Verhältnissen vor Ort und wissen deshalb: die Buowaldstraße ist kein Schleichweg! Sondern sie ist der kürzeste, schnellste und ökologischste Weg für die Alt-Sillenbucher in die Stadt. Und diesen Verkehr zwingen sie nun durch die Schließung zum Umweg durch das Sillenbucher Wohngebiet.

Durch das Urteil des Verwaltungsgerichts Ende vergangenen Jahres ist es amtlich: In der Buowaldstraße hatte es in den letzten 30 Jahren keinen einzigen Unfall mit Personen oder Sachschaden gegeben. An der Einmündung Trossinger- in die Kirchheimer Straße aber alleine im Jahr 2012 vier Unfälle, die so schwer waren, dass die Polizei gerufen werden musste. Durch die Schließung dürfte zurückhaltend geschätzt, die Zahl der dort zu- und abfahrenden Fahrzeuge um ca. 20-30% zunehmen und dementsprechend auch die Zahl zukünftiger Unfälle. Aber wie Sie in unserer Dokumentation sehen können, geht es uns noch mehr um Fußgänger-Unfälle, besonders mit Kindern, auf dem Weg von Altsillenbuch zur Kirchheimer Straße. Bei zukünftigen Unfällen wird man zwar immer einen Schuldigen im verkehrsrechtlichen Sinne finden, aber bei einem nicht geringen Teil wird man auch sagen müssen, dass sie sich ohne die fehlorientierte Verkehrspolitik unserer rot-grünen Kommunalpolitiker hätten nicht ereignen können.

mit freundlichen Grüßen

Günther Vallon

Kernenblickstr. 41

70619 Stuttgart (Sillenbuch)

 

Letztes Update:
15-12-2019