landstadtsiedlung bild

Sehr geehrte Herren,

ich bedauere, dass es uns trotz wiederholter Bemühungen nicht gelungen ist, Ihnen deutlich zu machen, wie weitreichend die Anregungen der Bürgerschaft in den Bebauungsplanentwurf Kernenblickstraße/Trossinger Straße (Si 65.1) eingeflossen sind. Die zum Bebauungsplanentwurf vorgebrachten Änderungsvorschläge wurden sehr wohl zur Kenntnis genommen, geprüft und in Teilen auch eingearbeitet.

Die Höhenbegrenzungen der Einfriedungen sind seit der Errichtung der Siedlung Bestandteil des Planrechtes der Landstadtsiedlung. Aufgrund der städtebaulichen Absicht, das charakteristische Ortsbild der Siedlung zu erhalten, wurde in Anlehnung an §19 Ortsbausatzung die Höhenfestsetzung der Einfriedungen von 1,35 m in den Bebauungsplanentwurf übernommen.

Infolge der vielen Anregungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung wurde die örtliche Bauvorschrift zur Begrenzung der Einfriedungen auf eine Höhe von 1,35 m, die im ersten Bebauungsplanentwurf zu allen Grundstücksseiten hin festgesetzt war, in der überarbeiteten Fassung des Bebauungsplans auf die am öffentlichen Straßenraum liegenden Bereiche beschränkt.

Eine aktuelle Ausbauplanung für die Kernenblickstraße gibt es nicht. Folglich sind dafür auch keine Mittel im Haushalt eingestellt. Die Kernenblickstraße soll jedoch, sofern es langfristig erforderlich werden sollte, auf eine einheitliche Straßenbreite ausgebaut werden können. Dies wäre nicht möglich, wenn die öffentliche Verkehrsfläche nicht im Bebauungsplan festgesetzt wird. Ich weise darauf hin, dass nach bisherigem Planrecht die Möglichkeit besteht, die Verkehrsfläche auf 9,00 m Breite auszubauen, im aktuellen Bebauungsplanentwurf wurde diese Option um 2,00 m Breite reduziert.

Diese sowie die weiteren zahlreichen Anregungen wurden mit dem Bebauungsplanentwurf im Ausschuss für Technik und Umwelt diskutiert und abgestimmt. Daraufhin hat der Ausschuss für Technik und Umwelt den Bebauungsplanentwurf einstimmig beschlossen. Insofern ist es fraglich, ob es in Ihrem Sinne zielführend ist, eine Diskussion der Öffentlichkeit über den Gemeinderat anzustoßen.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Hahn

Bürgermeister

Letztes Update:
15-12-2019