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Sehr geehrtes Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Technik,

wie in der Stuttgarter Zeitung vom 9. Dezember 2013 zu lesen war, soll die „Umwidmung der Buowaldstraße“ am 17. Dezember Thema im Ausschuss für Umwelt und Technik sein. Als betroffene Bürger möchten wir Sie hierzu über unsere Beobachtungen während der zurückliegenden Schließung in einem angehängten PDF-Dokument informieren. Es würde uns sehr freuen, wenn Sie in unserem und im Sinne der ganz überwiegenden Mehrheit der Sillenbucher Bürger beschließen würden, dass die in über 30 Jahren bewährte Durchfahrtsregelung für die Buowaldstraße auch weiterhin bestehen bleibt.

mit freundlichen Grüßen

Günther Vallon

Anlage: PDF-Dokument

Sehr geehrtes Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Technik,

da wir als Bürger von Sillenbuch nun die sehr negativen Auswirkungen der Schließung der Buowaldstraße unmittelbar vor Augen haben, wenden wir uns an Sie mit der eindringlichen Bitte, die ursprüngliche Verkehrsregelung für die Buowaldstraße, wie sie sich über 30 Jahre bewährt hatte, wieder herzustellen.

Was wir seit der Schließung erleben ist:

Bild1-UTADer Verkehr auf den Verbindungsstraßen zwischen Altsillenbuch und der Kirchheimer Straße hat spürbar zugenommen. Es wird merklich schneller gefahren. Besonders deutlich ist dies morgens in der Kernenblickstraße und abends in der Trossingerstraße.

Das Foto zeigt die Situation am Lehrgarten der Waldorfschule in der Kernenblickstraße Höhe Brombeerweg. Eine vergleichbare Gefahrenstelle gibt es in der unteren Kernenblickstraße Höhe Wetteweg, wo sich der „Anlieferverkehr“ des Kindergartens Himbeerweg abspielt. Ein selbständiges Bewältigen des Weges in die Kindergärten Himbeerweg und Erdbeerweg, wie früher durchaus üblich, kann man jungen Familien aufgrund der Verkehrsentwicklung heute nicht mehr empfehlen.

Bild2-UTAInsgesamt deutlich zugenommen hat der Verkehr in der Werre und Einmündung Trossinger- / Kirchheimerstraße. Letztere ist laut Polizei schon seither ein Unfallhäufungspunkt mit den meisten Unfällen im Stadtbezirk! Im Interesse der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gehört dieser Gefahrenpunkt entlastet und nicht durch zusätzliche Fahrzeuge belastet, wie dies jetzt durch die Sperrung der Buowaldstraße der Fall ist.

Nicht verschwiegen werden dürfen die negativen Auswirkungen der Sperrung auf die Umweltbelastungen (Abgase, Feinstaub, Lärm) mitten in einem Wohngebiet. Der erforderliche Umweg erzeugt einen zusätzlichen Ausstoß von mindesten 10 Tonnen CO2 pro Jahr.

In Bezug auf die Verkehrssicherheit war die Buowaldstraße in den vergangenen 30 Jahren unauffällig. Dies wundert nicht, denn ursprünglich einmal für Begegnungsverkehr gebaut, ist die Fahrbahn ohne Seitenränder, Fußwege oder Ähnliches durchgehend ca. 4,20 m breit und gut einsehbar, sodass die verschiedensten Verkehrsteilnehmer gefahrlos nebeneinander existieren können.

Bild3-UTANebenstehendes Foto zeigt die gesperrte Buowaldstraße nach dem ersten Laubfall. Die Blätter bilden auf dem wasserundurchlässigen Asphalt einen schmierigen Film mit hoher Rutschgefahr für Radfahrer. Schlimmer noch: da durch die Laubverwehungen die zum Teil ganz erheblichen Schlaglöcher nicht mehr zu sehen sind, besteht erhöhtes Sturzrisiko. Früher, als durch den Fahrtwind der Autos das Laub auf die Seite geweht wurde, waren die Radfahrer erheblich sicherer unterwegs.

Wenn das Ordnungsamt heute meint, die Straße müsse wegen Gefahr im Verzug schnellstens gesperrt werden, muss die Frage gestellt werden, was das Amt die vergangenen 30 Jahre unternommen hat, die missbräuchliche Benutzung außerhalb der erlaubten Zeiten zu unterbinden?! Verstärkt fragt man sich, welche Beweggründe das Amt heute zu seiner heftigen und emotionalen Reaktion veranlassen.

Günther Vallon Jürgen Hager Knut Krüger Gerhard Reule
Kernenblickstr.41 Landschreiberstr. 20 Kernenblickstr 37 Landschreiberstr. 17

 

 

Letztes Update:
15-12-2019